Neue Testverordnung ab 11. Oktober 2021

Anspruch auf einen kostenlosen PoC-Test nach § 4 a der Testverordnung (vormals „Bürgertestung“) in der Arztpraxis oder einer von der Kommune zugelassenen Teststelle haben ab 11. Oktober 2021 nur noch folgende Personengruppen:

  • Personen, die zum Zeitpunkt der Testung das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder in den letzten drei Monaten vor der Testung das zwölfte Lebensjahr vollendet haben
  • Personen, die aufgrund einer medizinischen Kontraindikation, insbesondere einer Schwangerschaft im ersten Schwangerschaftsdrittel, zum Zeitpunkt der Testung nicht gegen das Coronavirus geimpft werden können oder in den letzten drei Monaten vor der Testung aufgrund einer medizinischen Kontraindikation nicht gegen SARS-CoV-2 geimpft werden konnten

Bis zum 31. Dezember 2021:

  • Personen, die zum Zeitpunkt der Testung das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und zum Zeitpunkt der Testung Schwangere
  • Zum Zeitpunkt der Testung Studierende, bei denen eine Schutzimpfung mit anderen als den vom Paul-Ehrlich-Institut genannten Impfstoffen erfolgt ist
  • Personen, die zum Zeitpunkt der Testung an klinischen Studien zur Wirksamkeit von Impfstoffen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 teilnehmen oder in den letzten drei Monaten vor der Testung an solchen Studien teilgenommen haben
  • Personen, die sich zum Zeitpunkt der Testung aufgrund einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus in Absonderung befinden, wenn die Testung zur Beendigung der Absonderung erforderlich ist

Nachweise in Form eines amtlichen Lichtbildausweises, ggf. des Mutterpasses, ggf. einer ärztlichen Bescheinigung, ggf. eines Impfausweises und eines Studentenausweises müssen vorgelegt werden.


Alle anderen Bürgertestungen können zwar weiterhin erbracht werden, müssen aber direkt mit den PatientInnen abgerechnet werden.

Früherkennung von Kreidezähnen

Anlässlich der Veröffentlichung des diesjährigen BARMER-Zahnreports mit dem Schwerpunkt „Kreidezähne bei Kindern“ betont die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) einmal mehr die Bedeutung von Früherkennung und Prävention. „Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation, kurz MIH – auch bekannt als „Kreidezähne“ – können bereits beim Zahndurchbruch erkannt werden. Eine frühzeitige Erkennung des Krankheitsbildes mit engmaschiger, intensiver Betreuung und Einleitung therapeutischer Maßnahmen sind ausschlaggebend, um einem weiteren Verlust von Zahnschmelz entgegenzuwirken und einen Zahnerhalt langfristig zu sichern.

https://www.kzbv.de/pressemitteilung-vom-1-6-2021.1499.de.html

Zähneputzen

Drei von vier Deutschen putzen sich zweimal täglich die Zähne.

Eine aktuelle Umfrage zeigt: Drei von vier Deutschen (74 Prozent) putzen ihre Zähne durchschnittlich zweimal am Tag, 6 Prozent tun dies sogar häufiger. Frauen sind allerdings deutlich engagierter als Männer!

Ganze 88 Prozent der Frauen putzen zweimal und häufiger pro Tag – bei den Männern sind es nur 72 Prozent. 

ZM Online 18.01.2019

Früherkennung

Drei zusätzliche Früherkennungsuntersuchungen für Kleinkinder: Für Kleinkinder bis zum vollendeten 33. Lebensmonat sind ab Juli 2019 drei zusätzliche zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen und Schmelzhärtungsmaßnahmen vorgesehen.

Die neuen zahnärztlichen Untersuchungen setzen insbesondere bei den Ursachen frühkindlicher Karies an. Sie beinhalten unter anderem die eingehende Untersuchung des Kindes, die Beratung der Eltern und eine Anleitung zum täglichen Zähneputzen beim Kleinkind. Dazu haben Kleinkinder bis zum 33. Lebensmonat zusätzlichen Anspruch auf eine Zahnschmelzhärtung mit Fluoridlack zweimal je Kalenderhalbjahr in der Zahnarztpraxis. Damit wird dem Entstehen der sog. Nuckelflaschenkaries wirksam vorgebeugt und bereits entstandener Initialkaries effektiv entgegengewirkt.

ZM Online 19.01.2019